Museum
Das Staatliche Museum Schwerin ging aus den Sammlungen
der Herzöge von Mecklenburg hervor, die bereits 1736 in einer
Gemäldegalerie im Schloß präsentiert wurden. 1882 wurde für den von
den Herzögen mit großer Kennerschaft zusammengetragenen Kunstbesitz
am alten Garten, dem heutigen Standort, ein Museumsbau eröffnet, der
wegen seiner technischen und funktionalen Gestaltung zur Zeit seiner
Entstehung als bahnbrechend beschrieben wurde. Bereits in den Jahren
1902 bis 1905 wurde er erweitert – seitdem nicht mehr.
„Das Staatliche Museum Schwerin zählt dank der hervorragenden
Qualität seiner Sammlungen zu den bedeutendsten Museen Deutschlands...Die
reichen Kunstschätze – allein die berühmte Sammlung der niederländischen
Malerei des 17. Jahrhunderts unter den 4.800 Gemälden und eine der größten
graphischen Sammlungen in Norddeutschland – rechtfertigen es, die
Kunstsammlungen Schwerin in dem historischen Galeriegebäude in prominenter
Lage gegenüber dem Schloß und dem Schweriner See als einen kulturellen
Leuchtturm besonderer Art zu bezeichnen.“ (Auszug aus dem Blaubuch, auf Veranlassung
des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien wurde im Jahr 2001
erstmalig ein Verzeichnis der gesamtstaatlich bedeutsamen Kultureinrichtungen
in den neuen Ländern herausgegeben)
Darüber hinaus umfassen die Sammlungen Möbel und Kunsthandwerk, Gemälde
von Lucas Cranach, Caspar David Friedrich, Max Liebermann, Lovis Corinth und vielen
anderen. Zu den wichtigen Erwerbungen des 20.Jahrhunderts zählen die Stiftung Ludwig
und Eleonore Bölkow mit Werken von Ernst Barlach, die 69 Werke umfassende Sammlung
Marcel Duchamp sowie Werke von John Cage, Sigmar Polke und anderer Vertreter der
konzeptuellen Moderne.
Neben dem Galeriegebäude in Schwerin und dem Schloß Schwerin gehören
zwei weitere ehemalige herzögliche Residenzen zum Museum, nämlich die Schlösser in
Güstrow (Renaissance) und Ludwigslust (Barock, Empire), beides Glanzlichter der
Baukultur, in denen gleichfalls Teile der Sammlungen präsentiert werden. Die
Restaurierung dieser Schlösser ist aber noch lange nicht abgeschlossen, das
Galeriegebäude in Schwerin hingegen bedarf dringend der Erweiterung.
Im Jahre 2005 haben die Mitglieder der deutschen Sektion des
internationalen Kunstkritikerverbandes (AICA) das Staatliche Museum Schwerin
zum „Museum des Jahres“ gewählt. Damit würdigten die 165 Kunstkritiker der
Deutschen Sektion ein Haus, das „auf der Basis einer außergewöhnlichen Sammlung
alter Kunst durch systematische Ausstellungen und gezielte Ankäufe auch das
schwierige Terrain einer konzeptuell geprägten Moderne erobert“ habe.
Die Freundinnen und Freunde des Museums wollen gern zur weiteren
Profilierung und Förderung des Museums beitragen, zu seiner Erweiterung und zur
Förderung wissenschaftlicher Arbeiten, besonders im Bereich der modernen Kunst.
Dies geschah zum Beispiel 2009 anlässlich der Verabschiedung der Museumsdirektorin
Prof. Dr. Kornelia von Berswordt-Wallrabe durch die Finanzierung eines exzellent
besetzten Duchamp-Symposiums.
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Elias van den Broeck
1650 bis 1708
Blumenstilleben
Leinwand |